Die EnBW plant einen Transport mit hochradioaktiven Brennelementen von Obrigheim nach Neckarwestheim auf dem Schiff. Dies wurde heute von dem Energieversorger bekanntgegeben. Der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN) kritisiert dieses Vorhaben.

Jeder Atomtransport ist ein Risiko. Bei einem Unfall oder einem Attentat während des Transportes droht eine Verseuchung des Wassers des Neckars und damit auch des Rheins. Dies hätte unabsehbare Folgen. Immerhin ist der Rhein auch Trinkwasserquelle etwa für die Stadt Mainz oder auch Kommunen in den Niederlanden. Dabei ist der Transport keinerlei Lösung für das Atommüllproblem. Auch Neckarwestheim wäre nur ein Zwischen-und kein Endlager. Dass nun aus zwei Atommüllstandorten ein Lager werden soll, bedeutet nicht unbedingt einen Sicherheitsgewinn. Erfolgt etwa am Lager Neckarwestheim ein Zwischenfall, wäre im Falle einer Einlagerung ein größeres radioaktives Inventar betroffen als bei getrennter Lagerung.

Zum jetzigen Zeitpunkt das sinnvollste wäre die noch laufenden Reaktoren abzuschalten. Allein durch den Betrieb von Neckarwestheim II entstehen jährlich circa drei Castor-Behälter neuer Atommüll. Dieser Müll ist vermeidbar. Bei 34 Milliarden Kilowattstunden Exportüberschuss mit dem Ausland in 2013 kann Deutschland sofort auf die Atomenergie verzichten.

Quelle: Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar

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