…und fordert Moratorium: Kein radioaktiv belasteter Müll aus AKW und Atomanlagen auf Deponien und in Müllverbrennungsanlagen

Mehr als 40 Städte und Gemeinden sind bundesweit von der Lagerung oder Verbrennung von radioaktiv kontaminiertem Müll betroffen. Das hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) nach intensiven Recherchen heraus gefunden. Der BBU fordert ein Moratorium bei der Freigabe von radioaktiv belastetem Abfall aus Atomanlagen und eine Neubewertung der Abgabe von radioaktiven Stoffen aus Atomanlagen, aus der Industrie, der medizinischen Nutzung und ggf. weiteren Quellen. Eine zusätzliche Gesundheitsgefährdung der Menschen durch die Verteilung von radioaktiven Stoffen muss vermieden werden.

In vielen Bundesländern wird radioaktiv kontaminierter Müll deponiert, verbrannt und zur freien Verwertung abgegeben. Die Bevölkerung ist darüber oft nicht informiert und selbst die Behörden haben keinen umfassenden Überblick über den Verbleib der strahlenden Reste der Atomindustrie. Aktuell wird besonders in Baden-Württemberg und in Schleswig-Holstein über den Verbleib „freigemessener“ Materialien diskutiert. Betroffene Bürgerinnen und Bürger protestieren und gründen Bürgerinitiativen. In Baden-Württemberg sind acht Kommunen betroffen, in Brandenburg sechs und in Sachsen fünf. In fast allen Bundesländern sind entsprechende Deponien oder Verbrennungsanlagen, so z.B. auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen.

BBU stellte Anfragen an die Atomaufsichtsbehörden der Bundesländer

Im Rahmen des Umweltinformationsgesetzes (UIG) hat der BBU Anfragen zum „freigemessenen“ Müll an die Atomaufsichtsbehörden der Bundesländer gerichtet. Die Informationen, die von den Behörden mitgeteilt wurden, hat der BBU ausgewertet und in einer Tabelle zusammengestellt, die mit dieser Pressemitteilung erstmals veröffentlicht werden. Alle Details unter: http://bbu-online.de

Download:
BBU Deponietabelle
Erläuterungen zur Tabelle

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