Vor 70 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Zum Gedenken an die Opfer und zur Mahnung gegen Krieg und für den Frieden wollen wir uns zur Mahnwache am Donnerstag, 6. August von 17:30 Uhr bis 18:00 Uhr am Kirchplatz in Mosbach zusammenfinden.

70 Jahre nach den schrecklichen Erfahrungen in Hiroshima und Nagasaki gibt es weltweit immer noch Tausende von Atombomben. Um die Gefahr eines Atomkriegs bewusst zu machen und die Abschaffung der Atomwaffen zu fordern, soll zum Hiroshima-Jahrestag auch eine Plakat- und Anzeigenaktion stattfinden, die von „atomwaffenfrei jetzt“ und anderen Friedensorganisationen initiiert wurde. Ein Offener Brief mit der Forderung nach Abschaffung der Atomwaffen kann jeder an die Bundesregierung senden. Er und weitere Möglichkeiten der Unterstützung sind zu finden unter: www.atomwaffenfrei.de

Von März bis Mai gab es 65 Tage lang gewaltfreie Sitzblockaden am Fliegerhorst Büchel in der Eifel, um zu protestieren, dass die dort lagernden US-Atomsprengköpfe ausgetauscht und „modernisiert“ werden, statt Deutschland atomwaffenfrei zu machen. Atomwaffen „modernisieren“ heißt, den Atomkrieg wieder zu denken. An den gewaltfreien Protestaktionen büchel65 haben sich rund 450 Menschen beteiligt. Weitere Infos unter: www.buechel-atomwaffenfrei.de

Aus Japan kam vor kurzem leider die Nachricht, dass Regierung und Parlament beschlossen haben, dass sich das Land wieder an Militäreinsätzen im Ausland beteiligen kann. Die japanische Verfassung erlaubte seit dem Zweiten Weltkrieg nur eine Selbstverteidigung des Landes, nun können wieder Soldaten zu Kampfeinsätzen ins Ausland geschickt werden. Zehntausende Menschen in Japan protestierten dagegen, weil es gegen ihren Pazifismus geht und ihrer Ansicht nach die Verfassung verletzt. Deutschland hat bereits 1999 den Vorsatz „Nie wieder Krieg“ aufgegeben und beschlossen, deutsche Soldaten wieder in Konfliktregionen zu schicken. Näheres über die japanische Entscheidung z.B. unter: http://www.sz-online.de/nachrichten/japan-erlaubt-erstmals-kampfeinsaetze-im-ausland-3150650.html

Mit der Mahnwache soll ein Zeichen gesetzt werden für gewaltfreie Lösungen internationaler Konflikte und für Abrüstung statt Aufrüstung.

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