Die Atomkatastrophe in Tschernobyl ist jetzt 30 Jahre her und noch immer sind die Probleme nicht gelöst. Die Menschen aus der Region können nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren, der Sarkophag, der den Reaktor von der Umwelt trennen sollte, muss bereits erneuert werden und was mit den geschmolzenen Brennelementen ist, weiß niemand.

Um der Opfer der Katastrophe zu gedenken und unsere Solidarität mit den vertriebenen Menschen zu zeigen, treffen wir uns am Dienstag, 26. April von 17:30 bis 18:00 Uhr zur Mahnwache auf dem Kirchplatz in Mosbach. Auch unsere Forderung nach dem Abschalten aller Atomanlagen müssen wir immer wieder betonen, denn die Atomlobby ist weiter aktiv.

In diesen Tagen gab es die Nachricht, dass im Block 2 des AKW Philippsburg, der noch in Betrieb ist, mehrfach Sicherheitskontrollen nicht durchgeführt, sondern nur vorgetäuscht wurden. Dieser Vorfall verdeutlicht wieder einmal, welche Risiken mit dem AKW-Betrieb verbunden sind, deshalb ist die sofortige Abschaltung der EnBW-Atomkraftwerke in Philippsburg und Neckarwestheim die einzige verantwortungsvolle Konsequenz. Für die Prüfungen war ein „externer Dienstleister“ beauftragt. Man darf gespannt sein, in welchen Atomanlagen dieser noch (un)tätig war.

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